Employer Branding

Mehr als nur oberflächliches Marketing

Qualifizierte Fach- und Führungskräfte stellen einen zentralen Erfolgsfaktor für Unternehmen dar. Der Gewinn und die Bindung dieser Fachkräfte an das eigene Unternehmen gestalteten sich jedoch immer schwieriger.

Die Lösung? Eine starke Arbeitgebermarke, die sich durch authentische, attraktive und differenzierende Faktoren kennzeichnet.

Ähnlich wie im Konsumgüterbereich setzen junge Menschen, die stark vom Markendenken geprägt sind, auch bei der Wahl des Arbeitgebers auf eine starke Marke (Immerschitt & Stumpf, 2014).

Unternehmen mit einer starken Arbeitgeberpositionierung können qualifizierte Mitarbeiter gewinnen und bestehende Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden. Der Aufbau einer Employer Brand steigert zudem die Attraktivität des Unternehmens nach außen sowie die Leistungsmotivation der Mitarbeiter.

Ausschlaggebend für den Erfolg des Employer Brandings sind vor allem ein zielgruppen- und mitarbeiterorientierter Markenaufbau, eine transparente Unternehmenskultur und eine fortlaufende Umsetzung der Strategie.

Was ist eine Employer Brand?

Eine Employer Brand fasst alle arbeitgeberbezogenen Merkmale, die sich aus der Sicht der aktuellen und potentiellen Mitarbeiter von weiteren Arbeitgebern unterscheiden, zusammen. Die Identität einer Arbeitgebermarke ist das Verständnis der Mitarbeiter über wesensprägende, nachhaltige Charakterzüge des Arbeitgebers, die das Unternehmen nach innen und außen trägt (Sponheuer, 2010).

Welche Faktoren beeinflussen eine starke Employer Brand?

Um das Unternehmen erfolgreich als attraktiven Arbeitgeber zu etablieren, müssen die Markenfunktionen aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht an die bestehende Unternehmensmarke angepasst werden. Dies geschieht aus Arbeitgebersicht mittels der Präferenzbildung, um bei der Zielgruppe die erste Wahl zu werden. Diese Präferenz wird durch die Differenzierung (Unterscheidung) des eigenen Unternehmens als Arbeitgeber gegenüber einem anderen Unternehmen gebildet. Die Differenzierung wird durch emotionale Aspekte unterstützt. Dabei sollen bestimmte Gefühle oder Werte an bestehende sowie potentielle Arbeitnehmer vermittelt werden.

Um der hohen Informationsdichte am Markt entgegenzuwirken und den Auswahlprozess für Arbeitssuchende zu vereinfachen, schafft eine starke Arbeitgebermarke Orientierung. Der Wechsel des Arbeitgebers stellt für viele anfangs ein Risiko dar. Hält der neue Arbeitgeber sein Werteversprechen auch ein? Dieses Vertrauen wird durch eine starke Employer Brand geschaffen und spielt auch bei der Zufriedenheit und Loyalität aktueller Mitarbeiter eine große Rolle. Potentielle und auch bestehende Mitarbeiter sollen sich mit der Arbeitgebermarke identifizieren können. So fühlen sich Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld wohl (Stotz & Wedel-Klein, 2013). Diese Funktionen wirken sich positiv auf Mitarbeitergewinnung, -bindung, die Unternehmenskultur sowie -marke und die Leistungen einzelner Mitarbeiter aus.

Wie funktioniert Employer Branding?

Employer Branding ist ein Prozess, der durch die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und Mitarbeiter stetig geprägt wird. Dieser Prozess besteht aus der Analyse, Strategiekonzipierung, Umsetzung und laufenden Kontrolle (Bornemann, 2019).

Bei der Unternehmensanalyse geht es primär um die Identifizierung der eigenen Stärken und Schwächen sowie die Attraktivitätsfaktoren als Arbeitgeber. Unter Einbeziehung der aktuellen Mitarbeiter kann so ein Gesamtbild konzipiert werden. Im Anschluss folgt die Strategieentwicklung, die durch die festgelegten Ziele das Kommunikationskonzept festigt. Eine laufende Analyse und Kontrolle unterstützten die Weiterentwicklung der Strategie und deren Erfolg.  

Du möchtest auch aus deinem Unternehmen eine attraktive Arbeitgebermarke schaffen? Gerne unterstützen wir dich bei der Strategieentwicklung und Umsetzung. Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme!

Mag. Daniel Jelemensky, BA

Geschäftsführer RAUM15

Quellen:

Immerschitt, W./Stumpf M., Employer Branding für KMU, 2014

Sponheuer, B., Employer Branding, 2010

Stotz, W., Wedel-Klein, A., Employer Branding, 2013

Bornemann, C., Das neue Recruiting, 2019